Vom goldenen Kind zum Narzisten

Im Zentrum narzisstischer Strukturen steht nicht in erster Linie ein System, sondern die Person selbst – ihr Selbstbild, ihr inneres Erleben und die Art, wie sie Beziehungen einordnet und bewertet. Was von außen oft als Kontrolle, Überhöhung oder Abwertung erscheint, folgt aus ihrer Perspektive einer inneren Logik, die sich über viele Jahre entwickelt hat und eine zentrale Funktion erfüllt: Stabilität zu sichern.

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Narzissmus in der Familie – Dynamiken und Rollen

In narzisstisch geprägten Familiensystemen entsteht häufig eine Dynamik, die nach außen schwer erkennbar ist.Was zunächst wie normale zwischenmenschliche Spannungen wirkt, folgt oft einer inneren Struktur, die sich über Jahre hinweg verfestigt. Im Zentrum steht dabei häufig eine Person, um die sich das emotionale Gefüge organisiert.Diese Position ist nicht an ein Geschlecht gebunden – sie kann ebenso von einer Mutter wie von einem Vater eingenommen werden. Die zentrale Person tritt nicht zwingend laut oder offensichtlich dominant auf. Vielmehr entsteht innerhalb der Familie ein unausgesprochenes Einverständnis darüber, dass ihre Wahrnehmung maßgeblich ist.

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