Warum fühle ich mich als Expat so einsam?

"Ich verstehe es einfach nicht. Die Menschen sind freundlich, aber niemand scheint wirklich Interesse daran zu haben, Freundschaften zu schließen." Diesen Satz höre ich als Psychologin immer wieder von Menschen, die nach Deutschland gezogen sind. Nachdem die erste Euphorie über den Neuanfang langsam nachlässt, stellt sich bei vielen ein Gefühl ein, mit dem sie nicht gerechnet haben: Einsamkeit. Viele beginnen an sich selbst zu zweifeln. Sie fragen sich, ob sie etwas falsch machen, ob sie nicht offen genug sind oder ob sie einfach nicht dazugehören. Dabei liegt die Ursache häufig gar nicht in der eigenen Persönlichkeit. Viel öfter handelt es sich um einen ganz normalen psychologischen Prozess – den Kulturschock.

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Warum Wachstum nicht immer so aussieht wie wir es erwarten

Diesen Satz höre ich in meiner Arbeit als Psychologin immer wieder. Menschen erzählen von Ängsten, die plötzlich wieder auftauchen, von Traurigkeit, die sie längst überwunden glaubten, oder von Situationen, die sie erneut aus dem Gleichgewicht bringen. Viele erleben dies als Rückschritt und fragen sich, ob ihre bisherigen Bemühungen überhaupt etwas bewirkt haben. Dabei frage ich mich oft, ob wir nicht manchmal auf die falschen Zeichen achten.

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Vom goldenen Kind zum Narzisten

Im Zentrum narzisstischer Strukturen steht nicht in erster Linie ein System, sondern die Person selbst – ihr Selbstbild, ihr inneres Erleben und die Art, wie sie Beziehungen einordnet und bewertet. Was von außen oft als Kontrolle, Überhöhung oder Abwertung erscheint, folgt aus ihrer Perspektive einer inneren Logik, die sich über viele Jahre entwickelt hat und eine zentrale Funktion erfüllt: Stabilität zu sichern.

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Narzissmus in der Familie – Dynamiken und Rollen

In narzisstisch geprägten Familiensystemen entsteht häufig eine Dynamik, die nach außen schwer erkennbar ist.Was zunächst wie normale zwischenmenschliche Spannungen wirkt, folgt oft einer inneren Struktur, die sich über Jahre hinweg verfestigt. Im Zentrum steht dabei häufig eine Person, um die sich das emotionale Gefüge organisiert.Diese Position ist nicht an ein Geschlecht gebunden – sie kann ebenso von einer Mutter wie von einem Vater eingenommen werden. Die zentrale Person tritt nicht zwingend laut oder offensichtlich dominant auf. Vielmehr entsteht innerhalb der Familie ein unausgesprochenes Einverständnis darüber, dass ihre Wahrnehmung maßgeblich ist.

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